Essen & Emotion

Von Anfang an

Die Verknüpfung von Emotionen und Nahrung beginnt bereits im Kindesalter. Warum? Weil Essen als Belohnung eingesetzt wird. Hat man etwas gut gemacht, gab es ein Eis. Hat man etwas nicht gut gemacht, gab es kein Eis. Wir verbinden also schon als Kinder eine Emotion mit Nahrung.

Schön, dass du hier bist! In meinem Blog möchte ich verschiedene Themen rund um Reizdarm, Ernährung & Co. erklären, hinterfragen und diskutieren.

Deine Susi

Emotionaler vs. biologischer Hunger

Die Fähigkeit, zu erkennen, wann wir biologischen Hunger verspüren und wann genug ist, wird verzerrt. Plötzlich löst nicht mehr nur das Hungergefühl ein Verlangen nach Essen aus, sondern auch äußere Einflüsse wie Erfolg oder Enttäuschung.

Ein bestimmter Trigger (Emotion) löst ein verfälschtes Bedürfnis (Hunger) aus und wir versuchen dieses mit dem falschen Instrument (Essen) zu befriedigen.

Ein Beispiel:

Es liegt ein anstrengender Tag hinter uns und am liebsten würden wir von jemandem in den Arm genommen werden. Leider ist da niemand, der uns in den Arm nimmt. Wir verspüren also Einsamkeit. Da unser Hirn so trainiert ist, dass es meint, mit Essen jegliches Bedürfnis befriedigen zu können, nimmt es den tatsächlich zu Grunde liegenden Auslöser (die Einsamkeit) als solche gar nicht wahr, sondern geht direkt über zu einem Pseudo-Hungergefühl.

Anstelle der Arme holen wir uns also einen Snack aus dem Kühlschrank. Und wer hätte das gedacht? Nach dem Snack ist das Bedürfnis nach wärmenden Armen nicht gestillt und wir gehen erneut zum Kühlschrank. Das machen wir so lange, bis wir so voll sind, dass wir das Gefühl der Einsamkeit betäuben konnten und wir unsere Aufmerksamkeit nun unserem Bauchweh widmen können.

Es ist ein Prozess

Den biologischen Hunger vom emotionalen Hunger zu unterscheiden ist oft sehr schwierig, aber es kann trainiert werden. Zu allererst müssen wir uns bewusst werden, wie sich diese beiden Hungerarten voneinander unterscheiden. Ich verwende dafür mein Ernährungstagebuch. Dort dokumentiere ich meine Speisen und markiere mir, welche Art von Hunger ich zum Zeitpunkt der jeweiligen Mahlzeit hatte und überlege anschließend, ob und wenn ja, welche Emotion dahinter lag. Der Schlüssel ist Achtsamkeit. Achtsames Essen hilft uns emotionalen vom biologischen Hunger zu unterscheiden und so Emotion und Essen zu entkoppeln.

Tipps

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
1 Kommentar
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
Andrea S.
Andrea S.
4 Monate zuvor

Super Blogbeitrag!